wandermoves
wandermoves beinhalten temporäre, künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum. Es handelt sich unter anderem um Kooperationen mit städtischen und universitären Institutionen.
disPLAY
disPLAY ist eine ortsspezifische Malerei mit Wechselausstellung am SVB Gebäude (Siegener Versorgungsbetriebe), Morleystraße 29, Siegen. Es ist eine Kooperation der Stadt Siegen/Kultur Siegen, der Universität Siegen/Fachbereich Künstlerische Strategien im öffentlichen Raum & Kulturelle Bildung im Rahmen des Projektes wanderspace mit den Siegener Versorgungsbetrieben. Die Wandgestaltung verbindet die Wechselausstellung mit ca. 6 eigens für den Rahmen angefertigten Künstler:innen-Motiven mit der SVB. Im Laufe des Jubiläumsjahres der Stadt Siegen (800 Jahre Siegen) ist geplant hier sowohl Künster:innen aus der Region, als auch überregionale künstlerische Beiträge am Gebäude der SVB auszustellen.
Umsetzung: Stefanie Klingemann, Samuel Treindl
Beide Künstler:innen vom Fachbereich Kunst im öffentlichen Raum und kulturelle Bildung der Universität Siegen haben die Arbeitsschwerpunkte Kunst im öffentlichen Raum, Intervention und ortsbezogene Installation. Darüber hinaus ist das Kuratieren von Projekten und das Einladen weiterer Akteure Teil ihrer künstlerischen Praxis.
aktuell: Tim Cierpiszewski- STRATA - ab 11.2025
In der Reihe disPLAY präsentieren wir die neue Arbeit STRATA des Künstlers Tim Cierpiszewski.
Für diese Arbeit hat der Künstler sämtliche Abbildungen der vorangegangenen Ausstellungen sowie die Malerei am Gebäude digital gesammelt und übereinandergeschichtet. Schicht für Schicht entstand so ein dichter Bildkörper, der anschließend digital gestört – „geglitched“ – wurde.
Der Titel STRATA (lateinisch für „Schichten“) verweist sowohl auf den vielschichtigen Entstehungsprozess als auch auf die zeitliche und räumliche Überlagerung vergangener Ausstellungen am Ort.
Tim Cierpiszewski studierte von 2003 bis 2009 Freie Kunst an der Kunstakademie Münster und war 2007 Meisterschüler. Früh entwickelte er ein besonderes Interesse an digitalen Bildprozessen und Rauminterventionen. Seitdem realisiert er zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen sowie kuratorische Projekte, in denen Verdichtung, Überlagerung und Störung visueller Wahrnehmung zentrale Themen sind.
Tim Cierpiszweski, Instagram: timcierpiszewski
gruppe 3/55 - LOOOPS - 08.-10.2025
→ Finissage Mi. 22.10.2025, 18-21 Uhr, Oberstes Parkdeck (C), City-Galerie (Zugang über Treppenhaus 4 gegenüber DB-Parkplatz Morleystraße)
Ein überdimensionaler farbiger QR-Code an der Wand des SVB-Gebäudes seitlich zur HTS-Auffahrt Citygalerie eröffnet in diesem Spätsommer einen digitalen Kunstraum: abrufbar sind die Kurzfilme LOOOPS der Siegener Künstlergruppe 3/55 & Friends, die wöchentlich wechseln.
Das analoge Banner am Gebäude ist ein Druck auf Meshgewebe und funktioniert gleichzeitig als indirektes Display, das mit der Smartphone-Kamera aktiviert werden kann. Einfach vor Ort oder vom Foto (s.o.) den QR-Code scannen und Siegen neu entdecken. Die Matrix aus vielen kleinen Quadraten ermöglicht eine virtuelle, sich immer wieder aktualisierende Raumerweiterung mit einem künstlerischen Blick auf Siegen und Umgebung.
Mit einem QR-Code (Quick Response Code = Schneller Antwort-Code) kann man verschiedene Arten von Informationen übersichtlich zusammenstellen und schnell zugänglich machen. Er ist inzwischen als öffentlicher Standard, meist in Schwarz-weiß-Optik-etabliert. Man begegnet ihm vor allem in der Werbung auf Plakatwänden oder direkt auf Produkte gedruckt, als Navigationshilfe im öffentlichen Nahverkehr, im Zahlungsverkehr und in vielen anderen Bereichen des alltäglichen Lebens.
Die gruppe 3/55 macht sich die Bekanntheit und große Einsatzbarkeit eines QR-Codes für ihr LOOOPs Projekt zunutze, greift aber bewusst die Farbigkeit der Spuren am SVB-Gebäude auf und nutzt die starke optische Wirkung, um auch auf die Diversität der wöchentlich wechselnden experimentellen Kurzfilme hinzuweisen.
Alle Kurzfilme wurzeln im Analogen und Biografischen: zu Fuß, mit dem Rad oder Auto unterwegs, wartend, beobachtend, planvoll oder zufällig: Die eingefangenen Szenen, das Spiel mit dem Raum, den Orten und den Menschen ist unterschiedlich, erscheint zugleich real, vertraut, fremd, kulissen- und rätselhaft.
Es ist eine Auseinandersetzung mit dem physischen öffentlichen Raum, der digital zugänglich wird. Die Zuschauer, die Betrachtenden werden mit einem Klick auf ihrem Smartphone zu Akteuren und beamen sich mitten in die Siegener Stadtlandschaft, die es nicht nur digital neu zu entdecken gibt. Die Blickwinkel auf die Stadt sind verschieden, aber alle, die Bildschaffenden wie die Bildbetrachtenden, sind verbunden durch ebendiese Stadt und ihr Umland.
LOOOPs ist ein Projekt der gruppe3/55 e.V., die auf Einladung der Kooperation von Stadt Siegen/Kultur Siegen mit der Universität Siegen/Fachbereich Künstlerische Strategien im öffentlichen Raum & Kulturelle Bildung (wanderspace) und den Siegener Versorgungsbetrieben das bereits 5. Display an der Fassade der Siegener Versorgungsbetriebe, Morleystraße 29, Siegen von August bis Oktober bespielt.
Am 22.10.2025 fand eine Finissage mit Filmscreening auf dem obersten Parkdeck der City-Galerie statt.
Die gruppe 3/55 e.V. fördert schon über 25 Jahre junge, noch nicht etablierte Künstler:innen in Siegen. Sie organisiert den jährlich stattfindenden KUNSTWECHSEL und nimmt in verschiedenen Konstellationen regelmäßig am Siegener KUNSTtag und am KUNSTSOMMER teil. Darüber hinaus betreibt sie seit 2019 das Ausstellungsprojekt POOOL.: zuerst in leerstehenden Räumlichkeiten im Herrengarten, zu Corona Zeiten digital, 2023/24 an Kochs Ecke und jetzt neu im angemieteten Ladenlokal Löhrstraße 3 in der Siegener Oberstadt, wo wechselnde Ausstellungen kombiniert mit Lesungen, Musik und mehr stattfinden.
Link zu den Filmen: LOOOPS Webseite: gruppe 3/55 Instagram: gruppe_3_55
Frauke Dannert - FLY-OVER - 03.-08.2025
Frauke Dannert (geb. 1979 in Herdecke) lebt und arbeitet in Köln und ist Professorin für Malerei an der Alanus Hochschule in Bonn.
Ihre Praxis basiert auf einem Interesse an architektonischem Raum und Collage. Diese Collagen entstehen auf Papier, Wandmalereien, Teppichen, Vorhängen, Projektionen, Filmen und Fotografien. Sie untersucht Architektur, hebt bestimmte Merkmale hervor oder hinterfragt strukturelle Positionen. Durch die Veränderung von Maßstab und Form von Baumaterialien erschafft sie Werke, die zwischen dem Organischen und Architektonischen sowie zwischen Illusion und Realität oszillieren. In ihrer Collage-Praxis erstellt die Künstlerin Kompositionen, die sie mit einem Fotokopierer vervielfältigt. Der Verlust an Klarheit verändert das Originalbild und entfernt es von der materiellen Realität. Diese optischen Täuschungen setzt sie in Installationen fort, bei denen sie fotografische Architekturfragmente mit bestehender Architektur überlagert, wodurch die Raumerfahrung des Betrachters verfremdet wird.
Ihre Arbeiten befinden sich in zahlreichen institutionellen Sammlungen, darunter: Museum Kunstpalast Düsseldorf, Märkisches Museum Witten und Sammlung Kunst aus NRW Aachen. Frauke Dannert stellt international aus, zuletzt war ihre Einzelausstellung „Desert After Rain“ im Max-Ernst-Museum in Brühl bis Mitte März 2025 zu sehen.
Für disPLAY hat Frauke Dannert eine Malereicollage mit dem Titel „Fly-over“ geschaffen, die eine enge Beziehung zur urbanen Umgebung aufweist. In der Darstellung fliegen schemenhafte, große Vögel an der Fassade vorbei und scheinen über und unter der HTS entlangzuziehen. Im Hintergrund ist ein Kreis zu erkennen, der unmittelbar an die Sonne erinnert. Die Formensprache der Collage wirkt technisch: Brücke und Sonne erscheinen als monochrome Farbflächen in Grau und Schwarz, die die urbane Stadtlandschaft erahnen lassen.
Im Kontrast dazu erscheinen die Vögel – obwohl ihre Form eine grafische Struktur widerspiegelt, die die Künstlerin ursprünglich aus architektonischen Elementen des Brutalismus entlehnt hat – in einem lebendigen, malerischen Duktus. Frauke Dannert hat hierfür mit Graphit gearbeitet, was den Vögeln eine gewisse Dynamik verleiht. Obwohl die Vögel der gleichen formalen Struktur entstammen, hebt sich jeder einzelne von ihnen als eigenständiges Individuum hervor.
Frauke Dannert, Instagram: @fraukedannert
David Mergelmeyer - BRAG - 11.24-03.25
Das gemeinsame Kunstprojekt "disPlay" von der Stadt Siegen, den Siegener Versorgungsbetrieben (SVB) GmbH und der Universität Siegen in der dritten Runde: An der Fassade des SVB-Gebäudes wurde bis März 2025 "Brag" gezeigt, eine Arbeit des aus dem Ruhrgebiet stammenden Künstlers David Mergelmeyers.
David Mergelmeyer spielt in seinen textilen Werken mit Formen, Farben und Bezügen zu Raum und Umraum. Die textilen Skulpturen beziehen ihre Referenzen aus Architektur, Modedesign und Kunstgeschichte und sind mit Vorstellungen von Sicherheit und Rehabilitation verwoben. Auf diese Weise entstehen skulpturale Objekte, die oft eine figurative Qualität gewinnen und sich in den Rezeptionsraum hinein ausdehnen. Im Rahmen der Ausstellungsreihe disPLAY war folgende Frage der Ausgangspunkt seiner künstlerischen Unternehmung: Wenn das Gebäude der SVB ein Mensch wäre, was braucht er als verstärkendes Attribut um sich im Stadtraum darzustellen und anerkannt zu werden?
Der klar strukturierte Funktionsbau wirkt verständlich, wobei der Stahlrahmen an der Fassade, welcher lange Zeit als Werbebanner für das ihm innewohnende Unternehmen genutzt wurde, für den Künstler David Mergelmeyer wie eine Brosche aussieht, welche das Gebäude ziert. „Hier könnte das Gebäude besser als eine Werbung ein Schmuckstück, ein Emblem, ja, eine Auszeichnung tragen.“ David Mergelmeyer entwickelt für das Gebäude der SVB ein schmückendes Element aus einem glänzenden lichtreflektierenden Stoff mit farbigen Seilen. Zum Einsatz kommt hierbei Stoff welcher ursprünglich zur Erstellung von Funktionskleidung im Straßenverkehr Verwendung findet. Der ehemals als Werbefläche genutzte Rahmen wird ein schmückendes Element, welches in den Stadtraum ausstrahlt. Nicht nur der Anlass des 800-jährigen Stadtjubiläums gibt Anlass zur Feier, sondern auch das Jahresende mit seinen bevorstehenden Festen. Der Bezug zum Textilen, zur Mode, zur Kultur von Kleidung, von Körper, Identität und Individualität wird zum Thema. Kleiden wir uns im Anzug um seriös zu wirken, oder schmücken wir uns mit Gold und Silber um eine Status nach aussen zu kommunizieren? Wie zeigt sich das Gebäude zur 800-Jahrsfeier, möchte es prahlen, chic oder authentisch sein?
Mergelmeyer installierte vor Ort ein eigens entworfenes und selbst genähtes Kunstwerk aus Stoff, welches mit der Applikation der Schleife, die 3-fach um den Rahmen gelegt wird, arbeitet. Durch den Einsatz der farbigen Seile, die aus dem Outdoorbeich entlehnt sind und auch beim Klettern Verwendung finden entsteht eine Schürung, die sowohl funktional als auch verzierend ist. Der Öffentliche Raum ist stark durch Funktionen, Navigation und Zweckgebundenheit geprägt. In der Installation „Brag“ wird der reflektierende Stoff gedreht bzw. „getwistet“. Mit diesem künstlerischen Griff wird die Installation des Materials zu einem edlen Stück. Die ebenfalls aus dem Outdoorkontext stammenden Seile wirken hierbei wie Fäden, die sowohl das Objekt am Rahmen sichern als auch als überdimensionierte Naht sichtbar werden, welche über die Technik und Funktion hinaus ästhetische Assoziationen hervorrufen. Festlich gekleidet reflektiert die Installation mit dem Titel „Brag“ das Licht der Umgebung, geht in Resonanz und Austausch.
David Mergelmeyer (geb. 1985 in Bocholt, lebt und arbeitet in Holzwickede und Düsseldorf) studierte bis 2022 freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf und war Meisterschüler von Prof. Thomas Grünfeld. Zuvor studierte er angewandte Kunst und Design als auch Kommunikationsdesign an der HSD Düsseldorf.
David Mergelmeyer, Instagram: @davidmergelmeyer
Julia Bünnagel - ALL HUMANS LOVE - 8.-11.2024
Julia Bünnagel lebt und arbeitet in Köln, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Anthony Cragg und Prof. Hubert Kiecol und ist Meisterschülerin von Prof. Hubert Kiecol.
Julia Bünnagel arbeitet als Bildhauerin, Soundperformerin und Installationskünstlerin. Ihre gattungssprengenden Arbeiten umfassen Skulpturen, großformatige modulare Installationen, Soundarbeiten und Schriftbilder. Ihr bildhauerisches Vorgehen zieht sich durch alle Bereiche ihres Schaffens. Das physische be- und erarbeiten von Material ist immer Grundlage, ob im Sound, Typographie, Skulptur oder Installation.
Seit 2023 ist sie Professorin für Wahrnehmung und Gestaltung an der Peter Behrens School of Arts, Hochschule Düsseldorf, Lehrstuhl für Architektur.
Darüber hinaus hat sie zahlreiche Stipendien erhalten, u.a. das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn, das Reisestipendium des Frauenkulturbüro NRW, das Arbeitsstipendium Kunststiftung NRW sowie das Residenzstipendium Schloss Ringenberg.
Für Siegen hat die Künstlerin eine Arbeit entwickelt mit dem Titel „ALL HUMANS LOVE“, diese ist Seite einer Werkreihe aus Schrift und Klang in denen elementare Bedürfnisse adressiert und kommuniziert werden. Die von Julia Bünnagel entworfene Schrift aus Linien erzeugt durch den Einsatz zweier Farben (angelehnt an die SVB Farben) ein leichtes Flirren und tritt scheinbar versetzt der lesenden Person entgegen. Die offenen Linien, aus denen die Schrift gebaut ist, verweisen auf das systemische der Sprache.
Sprachsysteme und deren visualisierte Entsprechungen werden von Menschen benutzt, um sich über Sichtweisen auf die Welt auszutauschen und dienen der Koordination. Sprache konstruiert Welten in unserem Geist und beeinflusst unsere Beziehungen zueinander. Das Banner „ALL HUMANS LOVE“, konzipiert für den öffentlichen Raum in Siegen, appelliert an das uns alle verbindende Element: die Liebe. Die Künstlerin bezieht sich hiermit auf eines der wichtigsten Grundbedürfnisse des Menschen (nach Maslow), und konstruiert hierfür eine Typografie, die simplifiziert aus der Aneinanderreihung von Strichen besteht. Die einfache Linie wird hier multipliziert und aneinander gefügt, sodass sich ein komplexes System ergibt, welches eine Botschaft mitteilt. Bünnagel befragt hiermit das Entstehen gesellschaftlicher Gefüge, die einfache Linie steht hierbei als Synonym für die Liebe, das Zwischenmenschliche, den Freundeskreis, die Partnerschaft, die Nächstenliebe, die Fürsorge und die Kommunikation.
Valeria Fahrenkrog - MODELL EINER ERINNERUNG - 5.-8.2024
„Modell einer Erinnerung“ ist der Titel der Arbeit, der Valeria Fahrenkrog, deutsch-chilenische Medienkünstlerin und Publizistin mit Wohnsitz in Köln und Berlin für disPlay entworfen und realisiert hat. Valeria Fahrenkrog ließ sich für ihre Arbeit von dem Merian-Kupferstich inspirieren, der das historische Siegen um 1650 zeigt. Zu ihrer Handschrift gehört, Gefundenes und Gebrauchtes zu deuten und etwas Neues daraus zu gestalten. Für das Display an der Fassade ist eine aus Wellpappe geformte Stadtlandschaft entstanden.
Mehr zu Valeria Fahrenkrog: dreipalmen.com und mitkunstzentrale.de und unter wandergäste
Showroom
Der Showroom im wanderspace in einem Universitätsgebäude an der Sandstr. 16-18 ermöglicht uns ab dem Wintersemester 2024/25 eine dauerhafte Präsenz im Zentrum der Stadt Siegen. Dort finden Ausstellungen, Workshps, Talks und Aktionen statt.
wandelgang
In der Friedrichstraße 21 / Sandstraße 22, befindet sich das ehemalige Outdoorbedarfsgeschäft „Feinbier unterwegs“, das aktuell in einer Zwischennutzung von der Universität Siegen bespielt wird. Im April 2024 wurde hier die partizipative Bodeninstallation im Hof des Gebäudes mit dem Titel WANDELGANG begonnen: mit Studierenden, mit der Nachbarschaft, mit der Stadtgesellschaft ist hier ein Kunstwerk unter der Anleitung und Konzeption von Stefanie Klingemann, bildende Künstlerin und künstlerisch wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Künstlerische Strategien im öffentlichen Raum/Kulturelle Bildung, entstanden.
Die Tätigkeit zur Gestaltung des Kunstwerkes ist hierbei ganz alltäglich: Gehen.
Die Meter bis Kilometer, die wir in unserem Lebensalltag zurücklegen bleiben meist ungesehen, unbewußt, maximal dokumentiert über den Schrittzähler irgendeiner FitnessApp.
Doch welche Spuren hinterlassen wir auf unseren täglichen Wegen? Welche Schnittstellen bilden wir mit Anderen? Was wäre, wenn die Fußspuren erkennbar wären, ein Netzwerk von Wiederholungen, Ergänzungen, gleichen Richtungen oder Wiederläufigkeiten sichtbar würde?
Die ortsbezogene Intervention WANDELGANG im Hof zwischen den Gebäuden verbindet die Sandstraße mit der Friedrichstraße.
Hier wird die Aktion, die von April bis zum Sommerfest der Uni im Juli 2024 durchgeführt wurde, nach und nach sichtbar: Schritte der Teilnehmenden werden mit Hilfe von Farbe als Abdruck deutlich. Es ergibt sich ein visuelles Geflecht aus Spuren, das sich - ähnlich einem Teppich - zu einem verbundenen Element zusammenfügt, und die Verbindung der beiden Straßen durch die Nutzungsspuren erkennbar macht.